Im Haus der Dinge
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Im Haus der Dinge

Im Haus der Dinge soll, nach eigener Aussage, das letzte Buch des bedeutenden, inzwischen über 80-jährigen Designtheoretikers Gert Selle sein. Es darf zurecht als Vermächtnis seiner lebenslangen Beschäftigung mit dem Thema gesehen werden.

Unser Leben findet in Gesellschaft von Dingen auf der Bühne des Alltags in einem sichtbaren und unsichtbaren Geflecht von Beziehungen statt. Wer agiert hier mit wem oder gegen wen?

Gegenstand des Buchs sind die Dinge und ihre postmodernen Derivate, wie sie uns gegenüberstehen und wie wir ihnen begegnen. Dinge stehen uns zur Verfügung, wie wir ihnen zur Verfügung stehen. Sie verfügen über unser Dasein, während wir sie benutzen. Es lohnt daher, ihnen nicht nur mit dem achtlosen Blick des gelegentlichen Nutzers oder Betrachters zu begegnen, sondern zu versuchen, unserem Verhältnis zu ihnen und ihrem Verhältnis zu uns auf den Grund zu gehen: Was machen sie mit uns, während wir etwas mit ihnen tun? Wer ist da wann als Subjekt oder als Objekt zu begreifen? Diese Fragen durchziehen wie ein Leitfaden Gert Selles Versuch einer phänomenologischen Orientierung über 26 Kapitel.

Die Fülle der von der Zeichnerin Astrid Brandt in extremer Ausdauer mit Bleistift schraffierten Bilder spiegelt die Wirklichkeit der stummen Anwesenheit von Dingen in unserer Welt. Die Schwäche des Verstehens der Artefakte und der Wall des Schweigens der Dinge werden von den Bildern verstärkt. Mit den Zeichnungen erscheint das Rätsel der Dinge verdoppelt.

Gert Selle, Im Haus der Dinge, Deutsch/German, Verlag Surface, Frankfurt am Main, Oktober 2015, 192 Seiten/pages, € 39,90 ISBN: 978-3-939855-37-8
Preis
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