Ding Nr. 1

Ding Nr. 1

Das DING ist, dass sich viele Magazine den Dingen bisher meist auf einer recht oberflächlichen Ebene widmen und sie allein als Kaufberatung, Neuheiten oder Trends verstehen. Doch der geliebte Stift, mit dem wir unsere Geistesblitze festhalten, die Erinnerungskiste in unserem Schrank oder der Rucksack, mit dem wir in den Alltag aufbrechen, sind mehr als hübsch gestaltete und anscheinend oberflächliche Objekte: Die vielen kleinen und großen Gegenstände, mit denen wir uns umgeben, sind nicht nur dazu da, um zu funktionieren. Wir inszenieren mit ihnen eigene Welten, zeigen unsere Gruppenzugehörigkeit, ja unsere Lebenseinstellung. Wir definieren uns über unsere Gegenstände, drücken mit ihnen unsere Persönlichkeit aus und können uns ein Leben ohne sie schwer vorstellen. Doch welche Bedeutung haben sie tatsächlich für uns? Welche Beziehung haben wir zu ihnen? Wie wird ein lebloses Etwas zu einem unverzichtbaren Begleiter? Wie greifen die Dinge in unser Leben ein? Und was machen die Dinge mit uns? Fragen wie diesen möchten wir ab sofort mit dem DING-Magazin nachgehen, einem Projekt an der Fakultät für Design der Hochschule für angewandte Wissenschaften München unter Betreuung von Prof. Markus Frenzl. Das erste DING zeigt in fünf Kapiteln die verschiedenen Emotionen auf, die wir unserem Hab und Gut entgegen bringen: vom Lieben übers Erzählen, Nutzen und Iszenieren bis hin zum Hassen. Jedes Kapitel widmet sich zunächst einem Objekt und stellt ein LieblingsDING, ein ErinnerungsDING, ein ZwischenDING, ein EgoDING und zu guter Letzt auch ein UnDING vor. Mit einer Homestory wagen wir jeweils einen Blick durchs Schlüsselloch auf die Dinge im Leben bekannter und unbekannter Menschen. Durch das gesamte Heft begleitet uns darüber hinaus ein Designer, der von seinen ganz eigenen Lieblings- und Undingen erzählt. In dieser Ausgabe berichtet der bekannte Münchner Leuchtendesigner Ingo Maurer, welche Dinge in seinem Leben Bedeutung haben.

Das Projekt entstand am Fachbereich Design im Rahmen der von Professor Markus Frenzl initiierten Lehrredaktion Designkritik, wobei die Studierenden nicht nur für die Erstellung der redaktionellen Inhalte verantwortlich waren, sondern auch die Gestaltung und Produktion der gesamten Ausgabe selbständig organisierten.
Preis
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